Die Hunnenquelle – ein kleines Naturjuwel im Bienitz
Nur wenige Burghausener wissen heute noch, dass im Bienitz einst zahlreiche Quellen entsprangen. Eine von ihnen ist die Hunnenquelle. Sie liegt unterhalb der Schwedenschanze und gehört zu den eher verborgenen Naturbesonderheiten unseres Bienitz.
Der Bienitz, die markante Erhebung westlich von Leipzig, war früher aufgrund seines außergewöhnlichen Artenreichtums ein beliebtes Ziel für Botaniker, Naturfreunde und Spaziergänger. Die zahlreichen Quellen sind ein Ergebnis seiner geologischen Entstehung als Endmoränenzug der Saale-Kaltzeit, der den Hügel mit Geröll- und Lössböden formte.
Die Hunnenquelle ist in den vergangenen Jahren durch starken Wildwuchs und Ablagerungen immer mehr in den Hintergrund geraten. Das Quellgebiet ist heute nur noch schwer zu erkennen und vielen Besuchern des Bienitz kaum bekannt.
Der Heimatverein Burghausen möchte dazu beitragen, dieses kleine Stück Natur- und Heimatgeschichte wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Langfristig besteht die Idee, die Quelle freizulegen und ihr Umfeld zu pflegen, damit dieser besondere Ort erhalten bleibt und wieder besser erlebbar wird.
Wer die Hunnenquelle einmal vor Ort kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen: Am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, treffen wir uns um 17 Uhr an der Alten Wache, Bienitzstraße 26. Bei einer kurzen Wanderung besuchen wir die Quelle und sprechen über ihre Geschichte, ihre Lage im Bienitz sowie über Möglichkeiten, dieses kleine Naturjuwel für die Zukunft zu bewahren.
Wer sich darüber hinaus für die Entstehung des Bienitz und die Geschichte unserer Heimat interessiert, ist herzlich eingeladen, die Ausstellungen des Heimatvereins in der Alten Wache zu besuchen. Dort werden Informationen zur Landschaftsgeschichte, zur Natur des Bienitz und zur Entwicklung Burghausens anschaulich vermittelt.
So kann mit gemeinschaftlichem Engagement ein kleines Stück Heimat bewahrt werden – damit die Hunnenquelle auch für kommende Generationen sichtbar und erlebbar bleibt.
Von Sabine Fest



