Ich wandre ja so gerne am Bienitz durch das Land. Ein Lächeln auf den Lippen,                                  die Stöcke in der Hand. Ich bin ne lust’ge Walkerin, so fröhlich unbeschwert.                                              

Mein Lied erklingt durch Feld und Tann, das Jeder gerne hört.  …..                                                                                             Ausschnitt vom Lied der Burghaus’ner Walkermädels

So kann man das auch beschreiben: den Bienitz mit seiner Natur zu erleben, die Rodelbahnwiese hinaufzuschreiten und anschließend am Rondell die „Alte Wache“ zu besuchen. Dort gibt es eine DVD zu sehen, die das Rodelbahngelände im Winter um 1929 zeigt.

Ein kleines Juwel aus vergangenen Jahren – nicht nur wegen der heute oft fehlenden Winter. Die Geschichte der Rodelbahn reicht bis ins Jahr 1911 zurück und macht neugierig auf diesen kurzen Film, der damals als Vorfilm (noch ohne Ton) in den Leipziger Kinos lief.

Eine weitere Kostbarkeit ist die – in gekürzter Form gezeigte – Ausstellung mit Zeichnungen, Skizzen und Porträts des Malers und Grafikers Paul Sauer, der in Burghausen lebte. Anlass ist sein 130. Geburtstag im Jahr 2025. Werke von ihm sind unter anderem im Museum der bildenden Künste in Leipzig sowie in Berlin zu finden. Ein kleines Heft gibt darüber hinaus Einblick in weitere Arbeiten aus seinem umfangreichen Schaffen, die sich im Archiv des Heimatvereins befinden.

Die Mitglieder des Heimatvereins Burghausen e.V. freuen sich auf Ihren Besuch. Die „Alte Wache“ ist bis November jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet, in den Schulferien zusätzlich auch am dritten Sonntag.

Käthe Jaroch

Der Heimatverein Burghausen e.V. begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass lädt der Verein am Samstag, dem 27. Juni 2026, ab 14 Uhr herzlich zur Festveranstaltung in die Alte Wache, Bienitzstraße 26, ein.

Seit drei Jahrzehnten engagieren sich die Mitglieder ehrenamtlich für die Bewahrung der Ortsgeschichte und das kulturelle Leben in Burghausen. In zahlreichen Ausstellungen, Vorträgen und Veranstaltungen wurden Themen rund um den Bienitz, den Dorfplatz, den Elster-Saale-Kanal und das frühere Dorfleben aufgegriffen und für viele Menschen erlebbar gemacht. Auch historische Dokumente, Fotografien und Erinnerungen aus Burghausen konnten in dieser Zeit gesammelt und erhalten werden.

Die Jubiläumsveranstaltung bietet Gelegenheit, gemeinsam zurückzublicken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Geplant sind eine musikalische Eröffnung, Grußworte, ein Kinderprogramm sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder. Anschließend laden Snacks, Gespräche und Musik zum gemütlichen Beisammensein ein.

Bereits zuvor lädt der Heimatverein am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, von 14 bis 16 Uhr zum Café 60+ in das Gemeindeamt, Miltitzer Straße 1, ein. Thema des Nachmittags ist die „Entstehung des Bienitz“, vorgestellt von Stefan Köster. Der Bienitz prägt unsere Landschaft seit Jahrtausenden und zählt mit seinen jungsteinzeitlichen Hügelgräbern zu den geschichtlich bedeutenden Orten der Region.

Außerdem lädt der Verein am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, um 18 Uhr zum Stammtisch im Ochsenstall am Dorfplatz 16 ein. Die nächste Ausstellungsöffnung in der Alten Wache findet am Sonntag, dem 7. Juni 2026, von 14 bis 16 Uhr statt.

Der Heimatverein Burghausen freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher aus Burghausen und den umliegenden Ortsteilen.

Nur wenige Burghausener wissen heute noch, dass im Bienitz einst zahlreiche Quellen entsprangen. Eine von ihnen ist die Hunnenquelle. Sie liegt unterhalb der Schwedenschanze und gehört zu den eher verborgenen Naturbesonderheiten unseres Bienitz.

Der Bienitz, die markante Erhebung westlich von Leipzig, war früher aufgrund seines außergewöhnlichen Artenreichtums ein beliebtes Ziel für Botaniker, Naturfreunde und Spaziergänger. Die zahlreichen Quellen sind ein Ergebnis seiner geologischen Entstehung als Endmoränenzug der Saale-Kaltzeit, der den Hügel mit Geröll- und Lössböden formte.

Die Hunnenquelle ist in den vergangenen Jahren durch starken Wildwuchs und Ablagerungen immer mehr in den Hintergrund geraten. Das Quellgebiet ist heute nur noch schwer zu erkennen und vielen Besuchern des Bienitz kaum bekannt.

Der Heimatverein Burghausen möchte dazu beitragen, dieses kleine Stück Natur- und Heimatgeschichte wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Langfristig besteht die Idee, die Quelle freizulegen und ihr Umfeld zu pflegen, damit dieser besondere Ort erhalten bleibt und wieder besser erlebbar wird.

Wer die Hunnenquelle einmal vor Ort kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen: Am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, treffen wir uns um 17 Uhr an der Alten Wache, Bienitzstraße 26. Bei einer kurzen Wanderung besuchen wir die Quelle und sprechen über ihre Geschichte, ihre Lage im Bienitz sowie über Möglichkeiten, dieses kleine Naturjuwel für die Zukunft zu bewahren.

Wer sich darüber hinaus für die Entstehung des Bienitz und die Geschichte unserer Heimat interessiert, ist herzlich eingeladen, die Ausstellungen des Heimatvereins in der Alten Wache zu besuchen. Dort werden Informationen zur Landschaftsgeschichte, zur Natur des Bienitz und zur Entwicklung Burghausens anschaulich vermittelt.

So kann mit gemeinschaftlichem Engagement ein kleines Stück Heimat bewahrt werden – damit die Hunnenquelle auch für kommende Generationen sichtbar und erlebbar bleibt.

Von Sabine Fest

Der Heimatverein Burghausen lebt von Menschen, die sich für unseren Ort engagieren – für seine Geschichte, seine Natur und für das Miteinander im Ortsteil.

In den letzten Jahren ist viel entstanden: Veranstaltungen, Ausstellungen in der Alten Wache, unser Bücherhäuschen, Projekte rund um den Bienitz und natürlich unsere neue Website.

Damit all das auch weiterhin sichtbar bleibt, suchen wir Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit.

Was bedeutet das konkret?

Es geht vor allem darum, Menschen über unsere Aktivitäten zu informieren. Zum Beispiel:

  • Beiträge auf unserer Website einstellen

  • kleine Artikel für das Gemeindeblatt schreiben

  • Aushänge und Handzettel für Veranstaltungen gestalten

  • gelegentlich etwas auf Social Media veröffentlichen

  • vielleicht auch einen kleinen Newsletter für Mitglieder und Interessierte mit vorbereiten

Viele dieser Dinge sind bereits vorbereitet – es geht also nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern den Verein dabei zu unterstützen, sichtbar zu bleiben.

Wie viel Zeit braucht das?

Das Engagement kann sehr flexibel gestaltet werden. Manche Aufgaben entstehen nur rund um Veranstaltungen, andere lassen sich gut von zu Hause aus erledigen.

Schon ein bis zwei Stunden in der Woche können viel bewirken.

Warum sich das lohnt

Öffentlichkeitsarbeit bedeutet nicht nur Schreiben oder Gestalten. Man hilft auch dabei, dass Menschen im Ortsteil voneinander erfahren, dass Veranstaltungen besucht werden und dass Ideen für Burghausen weiter wachsen können.

Kurz gesagt: Man trägt dazu bei, dass unser Ort lebendig bleibt.

Interesse?

Dann freuen wir uns über eine Nachricht.